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Protagonisteninterview Vincent - Der Fluchsammler

13. Oktober 2017
Hallo meine Lieben 💕

Ich hatte die große Ehre Vincent, den Hauptprotagonisten von ‚Der Fluchsammler‘ zu treffen.
Er war tatsächlich für ein Interview bereit! Und ja, ihr habt richtig gelesen! DER Vincent. Ich hab auch so drein geguckt, das könnt ihr mir glauben.
Ob ihn jemand dazu überredet hat, kann ich nicht sagen, aber Hauptsache ich durfte ihn interviewen. 😍

Nun genug gequatscht, schließlich seid ihr bestimmt neugierig.
Ich wünsch euch viel Spaß 😘








Heute ist es soweit, ich werde Vincent den Fluchsammler höchst persönlich treffen! Was bin ich aufgeregt, ich kann euch das gar nicht sagen. Da er mich aus irgendeinem Grund nicht zu sich nach Hause eingeladen hat, treffen wir uns in dem Chinarestaurant, in dem Magda arbeitet. Natürlich nicht drin, denn ich weiß ja, dass er den Geruch absolut nicht leiden kann und nie länger als nötig dort verweilt. Ich bin ein wenig früher als zur ausgemachten Zeit da und warte nun aufgeregt vor dem Eingang.
Es dauert nicht lange und da sehe ich ihn schon die Straße entlang schlendern. In meinem Gesicht setzt sich ein breites Grinsen fest und ich gehe ihm ein paar Schritte entgegen.
Die Begrüßung fäll etwas ……. flach aus?! Nein, das ist nicht das richtige Wort, eher kühl und distanziert. Aber was hab ich erwartet? Dass er mich freudig begrüßt? Haha, ja genau.
Ich schlage ihm ein Café in der Nähe vor und er nickt.
Die ganze Zeit über weiß ich gar nicht, was ich sagen soll. Irgendwie ist es komisch. Er sieht sehr sympathisch aus, aber die Distanz zwischen und macht es mir alles andere als leicht.
Ich nehme einen tiefen Atemzug. Augen zu und durch!





„Bist du eigentlich immer so ..... distanziert?“ Wage ich nun den Anfang.
"Distanz sorgt dafür, dass ich meine Ruhe habe. Für meinen Beruf unerlässlich."
Ich grummel ein wenig, aber es hört sich doch logisch an. Wenn er sich auf jeden Fall einlassen würde, würde er sicher bald daran zu Grunde gehen. Zumindest stelle ich es mir so vor.


„Du bist nicht gerade der Romantiker, oder?“ Aus den Augenwinkeln betrachte ich ihn. Vielleicht liegt es ihm einfach nicht? Oder aber, ich schätze ihn total falsch ein.
In der Zwischenzeit betreten wir das Café und suchen uns einen freien Platz, auf den wir uns niederlassen können.
„Ich war es mal, aber … Sagen wir einfach, ich habe gelernt, dass Romantik nur oberflächlich eine Beziehung am Leben erhält.“
„Gelernt? Das klingt ja jetzt so, als hättest du eine schwere Zeit hinter dir……“ Irgendwie tut er mir ein wenig leid, denn es liegt ein leichter Schmerz in seiner Stimme. Wir werden von der Bedienung unterbrochen, die unsere Bestellung aufnimmt.


„Nachdem du einen Fluch mit Magda von einem Verfluchten genommen hast, kannst du da eigentlich abschalten, gut schlafen? Was man da alles zu sehen bekommt ist ja schon irgendwie erschreckend!“
„Am Anfang war es manchmal erschreckend, aber es ist ein Job, wie jeder andere auch. Sobald ich in mein Schlafzimmer gehe, lasse ich die Gedanken daran zurück und schlafe wie ein Baby.“
Gegen meinen Willen muss ich kichern. Der große Fluchsammler liegt in seinem Bett, zusammengerollt und schläft. Schnell drehe ich meinen Kopf in eine andere Richtung, nicht dass er noch denkt, ich würde ihn auslachen. Das käme sicher nicht so gut. „Aha!“ Sage ich nur. Gott sei Dank bringt die Kellnerin unsere Getränke, sodass er hoffentlich kurz abgelenkt ist und vielleicht mein Kichern vergisst.


Ich nehme einen kleinen Schluck von meinem Kaffee, der leider etwas heiß ist und ich mir prompt die Zunge verbrinne. „Mist!“ Die Tasse landet scheppernd auf dem Tisch und der Inhalt schwappt ein wenig über. Na toll! Ich hechle ein wenig, um kühle Luft in meinen Mund zu bekommen, damit der Schmerz gelindert wird. Hab ich da gerade geflucht? Wie passend. Mit einer Serviette tupfe ich die Flüssigkeit auf. Wieder lache ich leise. Nun sollte ich mich aber zusammenreißen, denn Vincent denkt sonst, ich bin total verrückt.
„Hast du auch eine besondere Fähigkeit, um die Verfluchten zu finden?
Keine besondere Fähigkeit, aber Magda murmelte damals etwas davon, dass sie mir eine Hilfe an die Seite gestellt hat. Was sie damit aber meinte, kann ich dir leider nicht sagen.
„Schade. Ich wäre zu neugierig zu erfahren, was diese Hilfe wohl ist.“ Ich zucke mit den Schultern und gehe zu meiner nächsten Frage über.


„Wie würdest du Magda beschreiben?“ Neugierig sehe ich ihn an. Was er wohl sagen wird?Vincent schnaubt. „Sie ist eine alte Schrulle. Ehrlich. So einen wunderlichen Menschen habe ich noch nie gesehen. Aber sie ist eine äußerst treue Seele, die sich für alle einsetzt, die ihr etwas bedeuten.“
Bei seiner Aussage, pruste ich los. Also das ist ja wohl mal was. Eine alte Schrulle. „Sie ist sicher begeistert von deiner Beschreibung, obwohl ich sagen muss, dass der Rest davon sehr nett klingt.“ Ob ich sie irgendwann einmal sehen werde? Wie sie wohl aussieht? Wie so eine richtige Hexe? Oder eher wie eine nette Oma von nebenan?
Ich wende mich von meinen Gedanken ab, denn ich bin nicht hier, um über Magda nachzudenken, sondern um Vincent ein paar Fragen zu stellen. Wieso vergesse ich das nur immer wieder???


„Was war dein erster Gedanke, als du Elisabeth das erste Mal gesehen hast?“ Jetzt bin ich gespannt wie ein Flitzebogen und lehne mich sogar etwas nach vorne, um ja nichts von seiner Antwort zu verpassen.
„Ist die verrückt? Mich mit einer Pfanne anzugreifen?“
„Du hast ja auch alles daran gesetzt, damit sie so reagiert!“ Lachend schüttle ich meinen Kopf, denn die Vorstellung, wie Elisabeth ihre Pfanne schwenkt ist zu komisch.


„Wie würdest du dich selbst mit drei Worten beschreiben?“ Die meisten sagen ja, dass diese Frage eher schwierig zu beantworten ist. Wir werden sehen.
„ Entschlossen, verschlossen, direkt.“
„Das kann ich nur bestätigen!“ Kommt es schneller aus meinem Mund, als ich gucken kann. Ich räuspere mich kurz, denn das war ja jetzt vielleicht nicht so nett und angebracht.

„Wie lange dauert es im Durchschnitt, bis du einen Verfluchten aufgespürt hast?“ Ich hab noch so viele Fragen und mir kommt es vor, als ob die Zeit nur so dahin läuft. Ob er da was gedreht hat?? Nachdenklich sehe ich ihn an. Nein, das kann er ja gar nicht. Oder doch?
„Darüber habe ich ehrlich gesagt keine Statistik geführt. Wenn ich es schätzen müsste, würde ich sagen, etwa 1 bis 2 Wochen.“
„Das klingt nach einer guten Zeit. Finde ich zumindest. Vorsichtig nehme ich meine Tasse und führe sie zum Mund. Diesmal jedoch, puste ich sachte, nicht dass mir das von vorhin nochmal passiert!


„Was isst du eigentlich am liebsten?“ Müssen Fluchsammler überhaupt essen? Er ist ja doch irgendwie ein Mensch, oder?!
"Am liebsten italienisch. Meine Wurzeln kommen immer wieder durch.“
"Ich liebe italienisch!!! Pasta, Pizza, alles was es gibt!!“

„Hast du auch Hobbies? Sofern es deine Zeit überhaupt zulässt.“
Vincent schnaubt erneut. „Das weiß Magda zu verhindern. Ich würde eher sagen, ich bin ihr Hobby, aber für eigene habe ich einfach keine Zeit.“
„Ihr Hobby? Wie das klingt!“ Abermals muss ich kichern, auch wenn es ein wenig traurig ist, dass er für etwas anderes keine Zeit mehr hat. „Dann musst du ein wenig schneller arbeiten, dann lässt sie dich vielleicht einmal länger in Ruhe.“ Kann ich mir zwar nicht vorstellen, aber wer weiß das schon so genau.

„Hast du nicht Angst, dass dich irgendwann mal jemand umbringen könnte, weil du seinen Plan durchkreuzt?“Vincent zuckt mit den Schultern. „Das soll er mal versuchen. Ich habe da die starke Vermutung, dass Magda etwas dagegen hätte. Ich bin einen Deal eingegangen, dass ich einhundert Jahre für sie arbeite und glaub mir: Magda besteht auf ihre Deals.“
„Interessant! Dann wärst du quasi geschützt.“ Nachdenklich ziehe ich eine Augenbraue nach oben. Das Magda was dagegen hat, kann ich mir vorstellen. Aber wie soll sie davon erfahren? Außer, sie hat einen Zauber über ihn gewirkt. Hmmmm….


„Wie angelst du denn eigentlich deine „Liebschaften“?“ Mit einem amüsierten Lächeln, sehe ich ihn an.
„Ich bin ein charmanter Bursche und nach über einhundert Jahren in dieser Welt hat man auch genügend Erfahrungen. Aber ein Gentleman genießt und schweigt.
„Du bist charmant?“ Davon hab ich noch nichts mitbekommen. „Das sagen sie alle. Wahrscheinlich sind es gar nicht so viele, wie ich dir …. zugetraut hätte!“ Meine Mundwinkel zucken während mein Blick noch immer auf ihn gerichtet ist.


„Was nervt dich am meisten an deinem Fluchsammlerdasein? Was wünscht du dir für die Zukunft?“
Vincent lacht. „Ganz ehrlich? Dass ausgerechnet Magda meine Hexe ist. Sie ist manchmal so anstrengend, dass ich sie nur schütteln möchte.
Ich wünsche mir einfach nur ein ruhiges Leben, eine leichte Arbeit und etwas Entspannung.“

„Sie muss ja wirklich schrecklich sein. Aber ich denke, das sind doch alle Hexen, oder?!“ Ich denke alle Hexen sind irgendwie eigen und etwas schwierig. „Das klingt, als könnte dein Wunsch vielleicht irgendwann in Erfüllung gehen. Ich würde es dir wünschen. Du hast schon genug erlebt und geleistet.“

Ich trinke den letzten Schluck meines Kaffees und schiebe dann die Tasse beiseite. „Eine Weisheit, die du mir auf den Weg mitgeben möchtest, bevor ich dich nun wieder in Ruhe lasse?“
„ Lass dich verdammt noch mal nicht verfluchen.“
Ich breche in schallendes Gelächter aus. „Als wenn ich das selbst kontrollieren könnte! Aber ich werde mein Bestes geben! Ansonsten sehen wir uns bald wieder.
Danke Vincent, für deine Zeit. Und ich wünsche dir, dass ein bestimmter Wunsch für dich in Erfüllung geht!“
Wir verabschieden uns und vor dem Café geht jeder seiner Wege. Ich sehe noch einmal kurz über meine Schulter und muss lächeln. Ich möchte wirklich nicht mit ihm tauschen!




Ich hoffe es hat euch gefallen. Ihr kennt das Buch noch gar nicht 😱Dann gleich mal auf das Bild klicken, da bekommt ihr mehr Infos 😊


Seiten: 306
eBook / TB




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Habt noch einen schönen Tag 😘




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