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Autoreninterview Tanja und Mario Hammer - Teil 4

13. Oktober 2017
Hallo meine Lieben 💕

Hier kommt der 4te und letzte teil meines Interviews  mit dem Autorenpaar Tanja und Mario Hammer. 😊

Ob jetzt noch was passiert oder ob ich gleich nach Hause gehen werde, werdet ihr gleich erfahren.
Ich wünsche euch noch einmal ganz viel Spaß 😘




Teil 4


Erleichtert atme ich auf, froh, dass Patrizia trotz allem Spaß hat. Um meine trockene Kehle zu retten, trinke ich einen Schluck eiskalten Kaffee, an dem ich mich beinahe verschlucke, als sie auf Haeverflox’ Frage hin tatsächlich wieder in ihren Koffer greift. Man könnte fast glauben, sie hat vorher Spione auf uns angesetzt, so gut ist sie vorbereitet. Unterdessen spitzt Flox gespannt die Ohren und bekommt diesen gierigen Blick. Seine fröhliche Miene verdunkelt sich ein wenig, als sie an seine Manieren appelliert. Der Rest von uns muss unweigerlich - und in meinem Fall auch mit ein bisschen Schadenfreude - grinsen.
„Beim Namen der Ältesten“, stöhnt er gequält auf. „Ich komm mir vor, als wäre ich wieder ein Wächteranwärter und noch vollkommen grün hinter den Ohren.“ Leicht genervt schaut er in die Runde, und ich möchte wetten, unsere belustigten Gesichter ärgern ihn maßlos. Mit einem langgezogenen Brummen klatscht er mit die Keksschachtel auf den Schoß, wischt seine Hände am Polster ab (dieses kleine Ferkel) und springt von der Couch. Fest rechne ich damit, dass er uns ohne ein weiteres Wort sitzen lässt, werde allerdings ins Staunen versetzt. Statt zu gehen, sinkt Flox vor Patrizia auf ein Knie, senkt demütig das Haupt und streckt in theatralischer Geste eine Hand aus.
„Holdeste Maid, die unter den Sonnen aller Welten wandelt“, hebt er an, und ich muss mich echt beherrschen, um nicht in schallendes Gelächter auszubrechen. Schmeicheln kann er, wenn er will, so viel ist klar. Auch Mario und Patrizia scheinen ein Lachen unterdrücken zu müssen. D.K. seinerseits gibt ein kurzes, prustendes Geräusch von sich und kippt sich dabei beinahe etwas Pfirsich-Saft auf seinen Poncho. Haeverflox lässt sich von uns jedoch nicht beirren und palavert weiter. „Ich flehe Euch an, habt Gnade mit dem Verdurstenden, und sei er Eures Blickes auch noch so unwürdig. Oh, quält mich nicht länger mit Verachtung. Schenkt mir ein und wisset, Ihr habt heute wahrlich Gutes getan.“
Ein gewinnendes Grinsen umspielt seine Mundwinkel, als er langsam zu Patrizia aufsieht.




Er ist doch wirklich süß, oder?! Und wenn ich ehrlich bin, hat noch nie jemand so mit mir geredet, was mir schon ein wenig schmeichelt. Natürlich ist mir bewusst, dass das pure Absicht ist, um mich um den Finger zu wickeln!
Ich seufze innerlich vergnügt, setze aber, dank meines nicht vorhandenen Schauspieltalentes, eine hoffentlich ernste Miene auf. „Das hast du sehr schön gesagt. Ein Bitte war darin aber trotzdem nicht enthalten!“ Meine Augenbrauen wandern nach oben und mein Gesichtsausdruck sollte auffordern wirken. Gott sei Dank kann ich mich gerade nicht selbst sehen, sonst würde ich wahrscheinlich vor meinem eigenen Spiegelbild wegrennen, so doof wie ich gerade dreinblicke. Bevor der kleinen Wüstenrennmaus aber das Grinsen aus dem Gesicht putzelt, hole ich die Flasche hervor und reiche sie ihm. Eine zweite folgt sogleich. „Die andere teilst du aber! Du bist hier schließlich nicht alleine!“ Setze ich noch gespielt streng mit dem Zeigefinger in der Luft hintendran, bevor meine Mundwinkel leicht nach oben zucken. „Du darfst dich nun erheben.“
Mit einer Geste meiner Hand deute ich ihn, aufzustehen, ehe ich mir mein Grinsen gar nicht mehr verkneifen kann.
„Habt ihr auch einen Wunsch? Vielleicht hält ja mein Köfferchen noch etwas parat.“ Zwinkernd sehe ich zu Tanja und dann zu Mario.


Strahlenden Auges springt Haeverflox auf, schnappt sich die Met-Flaschen und verbeugt sich artig vor Patrizia.
„Inajtre“, grinst er in der Sprache seines Volkes, woraufhin ich ihr auf ihren verwirrten Blick hin erkläre, dass das „Danke“ heißt. Flox nickt mir zu, was mir als Belohnung für meine Übersetzungsdienste wohl genügen muss, stellt eine Flasche auf den Tisch und quetscht sich mit der anderen wieder zwischen unseren Besuch und mich auf die Couch.
„Teilen“, seufzt er sie an. „Ich fass es nicht! Strenge Sitten hast du. Aber ich bin mal so frei und erfülle dir deinen Wunsch. Weil du es bist.“
„Darauf darfst du stolz sein, Patrizia. Ein viel besseres Kompliment kann man von ihm kaum bekommen“, füge ich lachend hinzu, während Haeverflox mit den Zähnen die Flasche öffnet und den Korken in eine Zimmerecke spuckt.
Bevor ich ihm ein paar Takte dazu sagen kann, überrascht Patrizia mich mit ihrer Frage, ob Mario und ich auch einen Wunsch hätten, und reflexartig suche ich Augenkontakt zu ihm. Nur am Rande höre ich Haeverflox zwischen zwei Schlucken Met murmeln, dass das der beste kühle Tropfen ist, den er seit langem getrunken hat.




„Weid ihr beibe nift eh wunflof glücklif?“, murmelt D.K. Mit leicht zusammengekniffenen Augen schaue ich ihn an. „Mit vollem Mund spricht man nicht“, zische ich. Der Revolvermann, dessen eingefallenes Gesicht durch pfirsichbedingte Hamsterbacken beinahe normal ausschaut, grinst, schluckt kurz und wiederholt: „Weid ihr beibe nift eh wunflof glücklif?“ Ich kneife meine Augen noch weiter zusammen. „Waff denn“, entgegnet er. „Meim Mund ift leer.“ D.K. zuckt gespielt mit seinen knöchrigen Schultern. „Wie alt bist du eigentlich?“, knurre ich. „Fünf?“ Ich trinke einen Schluck Wasser, atme ein, zwei Mal tief durch und wende mich an Patrizia: „Wie, ob wir einen Wunsch haben? Was meinst du? Du hast uns jetzt aber nicht wirklich auch noch etwas mitgebracht, nein?“ Meine Stimme lässt eine Mischung aus gespieltem Schimpfen und Neugier erkennen.


Dass der freche Fellknäuel neben mir so artig sein kann, hätte ich nicht gedacht und dazu scheint er, mich doch ein wenig zu mögen. Wie Tanja sagt, sehe ich es als Kompliment an. Daraufhin streiche ich ihm mit einem zufriedenen Lächeln ein paar Mal über sein Fell.
Der hagere Typ sagt dann auch mal was und ich sehe automatisch zu ihm. Mit leicht tadelnder Stimme gebe ich auch meinen Senf dazu. Ich kann einfach nicht anders. Zurückhaltung ist nicht gerade meine Stärke, vor allem, wenn ich mich wohl fühle. „Dann muss der kleine D.K. aber jetzt ins Bett! Der Sandmann wartet schon.“ Kaum habe ich es ausgesprochen, überkommt mich ein Lachanfall. Ich kann mich nur schwer beruhigen, aber als Tanja mich mit diesem Blick ansieht, bringe ich sogar einen halben Satz raus, ohne dabei nach Luft schnappen zu müssen. „Wer weiß……“ Ich liebe es ja, Leute zu überraschen, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich auch das passende Geschenk für die beiden eingepackt habe, deshalb muss ich einfach nachfragen. „Aaaalsooooo …….. wie sieht’s aus? Mit was könnte ich euch denn eine Freude machen?“


„Och joa, das klingt nicht verkehrt“, schließe ich mich Tanja an. Selbst der Revolvermann macht einen gar nicht mal so uninteressierten Eindruck.


Mein Lächeln wird etwas breiter, als ich auf Patrizias Gepäck deute. „Wäre schon ziemlich cool, wenn dein Koffer uns da weiterhelfen könnte. Das heißt, natürlich nur, wenn du mitfeierst.“


„Dann können wir eigentlich die anderen auch gleich noch dazu holen, oder?“, ergänze ich und werfe Patrizia einen fragenden Blick zu.


Ich reiße gespielt schockiert meine Augen ganz weit auf, lasse meinen Mund offen stehen und fasse mir theatralisch ans Herz. „Nein! Das ist jetzt nicht euer Ernst! Ihr wollt feiern???? Jetzt?? Hier??? Mit allen???“ Meine Stimme wird immer schriller und ich sehe in die leicht verwirrten und geknickten Gesichter. Meine Handrücken wandert an meine Stirn und ich verdrehe die Augen, bevor ich mich nach hinten fallen lasse. Plötzlich springe ich auf. „PAAARRRRTYYYYY!!!!!!!“ Dann lache ich lauthals los. „Da bin ich aber sowas von dabei!!! Ich hab noch jede Menge anderer Flaschen in meinem Koffer, reicht bestimmt für alle.“ Ich stoße einen lauten Pfiff aus, damit der Rest der Meute aufmerksam wird und sich ebenfalls zu uns gesellt……………



Ende ....... 💕


Und wenn sie nicht gestorben sind, leben sie noch heute ...... Bla, bla, bla 😋
Und am nächsten Morgen haben wir bestimmt überhaupt keinen Kater 😋
Dann werde ich den beiden aber noch das Geschenk geben, welches ich natürlich nicht im Koffer, sondern in meiner Tasche verstaut habe.........



Ich hoffe euch hat das Interview genauso gut gefallen wie uns 😊😊


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Ich wünsche euch noch einen schönen und sonnigen Tag 😘😘


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