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Blogtour 'Emilias Gift' - Leseprobe

8. Juni 2017



Hallo meine Lieben!!

Geht's euch gut??
Die Blogtour ist super oder??!!! Wir alle haben sehr viel Spaß und ich hoffe, ihr ebenfalls.

Nun habe ich noch  kleine Leseprobe für euch 💗
Diese Szene habe ich mir ausgesucht, um euch das Vorgehen der Amazonen noch etwas zu veranschaulichen.
Eine weitere gefällt mir persönlich einfach super, deshalb musste sie einfach dazu.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen 😘


Leseprobe:
Benes Lachen klang wie ein fliehendes Pferd –hektisch, laut und alarmierend. „Onawa bereitet ihn doch nur für ihren Liebling vor. Nirke hätte es alleine gar nicht mehr geschafft.“ Fabel roch die aufgeplatzten Pusteln. Nirkes Hals war übersät von Wutkratern, die abscheulich stinkende Flüssigkeit absonderten. Die Indianerschmuck-Kette, die Nirke von Onawa als Umwerbungsgeschenk bekommen hatte, hing in den Wunden und war schon ganz vom Wutsekret besudelt. Fabel hatte gar nicht mitbekommen, dass es so schlimm um ihre Baki stand. Es war wohl lange her, seitdem Nirke ihre Amazone besänftigt hatte. Doch nun näherte sie sich dem wimmernden Mann, dessen braunes Haar mit Schweiß und Blut an sein rundes Gesicht geklebt war.
Er trug einen weiten, schmutzigen Pullover, auf den kyrillische Buchstaben gedruckt waren. Offenbar hatte er einen weiten Weg hinter sich gebracht, bis er in diesem Theater gelandet war. Im Gegensatz zu Fabel bediente sich der Rest ihrer Schwestern regelmäßig der Menschenschmuggel-Machenschaften der Amazonengesellschaft. Immer, wenn es ein Mitglied der Superba Dynastie brauchte, kauften oder ertauschten sie sich ein Opfer … Der Moment, in dem Nirkes Geruch die Sinne des Mannes traf, brachte zuerst Ruhe über ihn. Dann wurde er hektisch, als er den Duft der aufgebrochenen Haut lokalisiert hatte. Aus verheulten Augen fixierte er Nirkes Hals und stürzte sich mit Hilfe seines ungebrochenen Armes auf sie. Alle johlten und lachten, als er sich auf sie warf und sich im Eiter ihrer Wut suhlte. Fabel versteifte sich. Sie war fasziniert, wollte mehr sehen und erstickte gleichzeitig an ihren Gewissensbissen.
Der Mann leckte über die Wunden an Nirkes Hals, aalte sich im Wutsekret und ließ seine Hüften immer wieder nach vorne schnellen, um gegen die Amazone unter sich zu stoßen –er war schon völlig dem Rausch verfallen, den Amazonen in Menschen auszulösen vermochten. Als die Schwestern schließlich genug gesehen hatten, rissen sie ihn von Nirke hinunter. Der Mann wehrte sich nun stärker, denn er hatte von der verlockenden Quelle des Wutsekrets gekostet und sich für einige leidenschaftliche Sekunden darin rekeln dürfen. Er wollte sich die Arme ausreißen, um zurück an Nirkes Hals zu gelangen. Doch dann war die Amazone schon über ihm und senkte ihre Lippen auf seinen Mund. Erst schoss Erregung durch den Mann hindurch, dann raubte Nirkes Amazonenspeichel ihm den Atem. Doch anstatt sich ihrem Kuss zu entziehen, öffnete er sich ihr nur weiter, küsste sie wider und schluckte schmatzend ihren Speichel. Dann erlahmten seine Regungen. Dieser Moment des Sterbens war auch der Moment, in dem Nirkes Wutkrater begannen, sich zurückzubilden. Fabel sah das Amazonenwunder nicht zum ersten Mal, aber es faszinierte sie immer wieder, wie schnell das Morden den Leib einer Amazone kurieren konnte. Und so staunte Fabel auch heute, nach vielen Monaten, über die einzigartige Heilungsfähigkeit ihrer Körper. „Dank sei Vaya!“, riefen ihre Schwestern immer wieder aus und tanzten ekstatisch um die tötende Amazone herum. Als sich Nirkes Haut vollkommen geschlossen hatte, ließ sie von dem leblosen Mann ab, holte tief Luft, warf ihr strohblondes, strubbeliges Haar nach hinten und seufzte: „Oh, Vaya, deine Kraft durchströmt mich!“ Onawa kam zu ihr und küsste sie sanft, bis Nirke die Arme um ihren Nacken legte, sich vom Boden hochziehen und davontragen ließ. „Ich liebe dich.“

Leseprobe:
„Giftmörderin! Assassinin!“, brüllte Fabel, zog ihre Pistolen und kam neben der Nachtamazone zum Stehen. Ein Raunen ging durch die Reihen ihrer Bakis, denn Fabel richtete ihre selbstladenden Placks nicht auf die Fremde, sondern auf ihre anderen Blutschwestern. „Was soll das?“

Unsicher ließ Bene ihre Pistole in Fabels Richtung zeigen. „Niemand fasst die Assassinin an“, fauchte sie und schoss Zarife, die am weitesten vorne stand, das Kurzschwert aus der Hand. Etwas Blut spritzte auf. „Bist du verrückt?“, kreischte Zarife auf und ging keuchend zu Boden. Datilla stürzte mit zwei Messern in den Händen auf Fabel zu, doch bevor sie sie erreichen konnte, klaffte ein riesiges Loch in ihrem Oberschenkel. „Keiner fasst die Assassinin an!“ Ihre Stimme war fest und schneidend. Sie hatte in der Nachtamazone etwas entdeckt, wonach sie seit langer, langer Zeit suchte: Die Fremde war ein Ausweg. Aus allem. Und Fabel würde diese Chance nicht verstreichen lassen. Bene und Lorelies senkten ihre Waffen. Jede wusste, dass Fabel mit ihren Placks zu sicher war, und auch wenn Fabels Schuss niemals tödlich gewesen wäre, so hätte sie doch den größeren, schmerzhafteren Schaden angerichtet. „Macht, dass ihr fortkommt, Datilla. Das ist nun das Reich der Assassinin!“ Datilla schaute ungläubig von ihrem zerstörten Oberschenkel auf.
„Das kann nicht dein Ernst sein!“
Fabel warf der Nachtamazone hinter sich einen kurzen Blick zu. Die Fremde stand mit eiskalter Miene da. „Und ob!“, rief Fabel. „Das ist mein Ernst! Und wenn ihr noch mal ihren Weg kreuzt, tötet sie auch euch!“ Datilla musterte die Fremde eine Zeit lang. Dann fixierte sie wieder Fabel und sagte mit zitternden Lippen: „Du brichst mit uns? Für dieses Monster?“ „Raus mit euch! Und gib Onawa Bescheid, dass sie mit Nirke und Yasmin nicht wieder herkommen soll.“ „Du bist doch wahnsinnig!“ Fabel zuckte mit den Schultern. „Kommt ihr zurück, seid ihr tot!“ Schritt für Schritt drängte sie die Fremde nun die Treppe zur Bühne hinauf. Erst wollte die Nachtamazone sich ihrer Hilfe verwehren, aber Fabel sah sie durchdringend an und sagte: „Lass mich dich retten!“



Ich hoffe ich habe euch nun seeeehhhhrrrr neugierig gemacht und ihr habt eine kleine Vorstellung davon, was euch in diesem Buch tolles erwarten wird.
Morgen erwartet euch ein tolles Autoreninterview bei Shari von Frl. Wundervollswelt.


Vergesst nicht auf das Gewinnspiel in der Veranstaltung 😉



Hier nochmal alle teilnehmenden Amazonen:
Claudia von Diabooks
Meine Wenigkeit
Shari von Frl. Wundervollswelt
Karin von Zauberhafte Magie der Buchstaben
Ingrid von 1001 Buch - Sherazades Buchwelt
Manuela von Manu's Bücherregal
Autorin Lara Kalenborn von Laras Federn



Ich wünsche euch noch einen wundervollen Tag 💗💗

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